[social performances]

aktuell:

 

Bürgerbeteiligung durch Kunst stärken:
Performance-Parcours PERFORM DEMOCRACY!
von Patricia Ins Hoeppe 
mit Studierenden am 30.1./ 31.1. + 4.3.2018

Am 30. und 31. Januar 2018 findet der Performance-Parcours PERFORM DEMOCRACY! von Prof. Patricia Hoeppe mit ihren Studierenden in der Orangerie im Güntersburgpark und am 4.3. 2018 im Museum für Kommunikation Frankfurt statt.

Gesellschaft zu (per)formen ist nicht nur Aufgabe der Politiker- sondern Bürgersache! Kulturelle Bürgerpartizipation gilt dabei als entscheidendes Tool für eine grundlegende demokratische Volkssouveränität. Mit dem Ziel Bürger_innen und Bürger, Herzugezogene und temporär-sich-Aufhaltende über Kunst für eine kulturell-demokratische Teilhabe an unserer Gesellschaft zu stärken, führt Patricia Hoeppe mit 10 Studierenden des BASA/ SP Kultur und Medien einen Parcours durch, der dieses Jahr vier Frankfurter Schulklassen und in zwei öffentlichen Bürgerbeteiligungs-Veranstaltungen alle Bürger einläd, aktiv über künstlerische Verfahren Demokratie experimentell zu erfahren und mit zu gestalten.

„Die komplexen Anforderungen unserer heutigen Gesellschaft verlangen von unsere Bürgerinnen und Bürgern vielerlei kulturelle Fähig- und Fertigkeiten. Eine aktive Teilhabe stellt für einige eine große Herausforderung dar. Oftmals empfinden gerade Menschen mit Migrationshintergrund oder Geflüchtete ihre Situation als zu schwierig, um einen europäisch-demokratischen Lebensentwurf zu entwickeln. Aber auch Bürgerinnen und Bürger fühlen sich nicht mehr gehört und wahrgenommen und bringen sich zu wenig in unsere demokratische Gesellschaft ein. Herausforderungen anzunehmen, Hindernisse zu durchlaufen und zu überwinden führt aber seit jeher zur Stärkung und Entwicklung genau jener Eigenschaften. Deshalb habe ich den Performance-Parcours PERFORM DEMOCRACY! – hier zusammen mit Studierenden- weiterentwickelt.“

Das Durchlaufen einer mit Hindernissen bestückten Strecke heißt lateinisch Parcursus und französisch Parcours. Bei dem Performance-Parcours von Hoeppe handelt es sich um einen Übungsparcours, den sie zwecks Vermittlung kulturell-demokratischer Handlungsfähigkeiten entwickelt hat und seit 2013 bis heute kontinuierlich ausbaut. In Kooperation mit dem Deutschen Kinderschutzbund hat sie den Parcours inzwischen mit mehr als 15 Frankfurter Schulklassen durchgeführt. In verschiedenen Stationen können die Teilnehmer durch mimetisch und poetische Praxen, über Setzungs- und Aushandlungsprozesse, von der Re-Performance bis hin zur eigenständigen Performance kulturell-demokratische Fähigkeiten entwickeln, die ihnen dann im Alltag zur Verfügung stehen – mit dem Ziel, kulturelle Bildung zu erfahren und kulturelle Teilhabe zu leben.

Mit Handlungsanweisungen und –vorschlägen werden die Teilnehmer dieses mal durch fünf, zum Teil von Studierenden entwickelten generationen-,schichten- und nationen-übergreifenden Stationen geführt. Gemeinsam erschaffen wir eine performative Europa-Collage, erlernen dabei demokratisch-kulturelle Handlungsfertigkeiten und zeigen auf: Europa ist Vielfalt und unsere Bürger-Teilhabe zählt!