[kriech + frieden]

©performed film und foto
Kriechbericht
Cabart Voltaire
Zürich, 2008

©kriech + frieden

Die Performerin kriecht zu Kriegszeiten vom Brandenburger Tor aus die historische Aufmarschachse Berlins Straße des 17. Juni entlang mit dem Ziel, die Siegessäule zu erreichen.

Die Performance kriech+frieden thematisiert Krieg- ständig in der Welt präsent und aktuell. Das bodennahe tierische Kriechen in der archetypischen Horizontalen war Gegenstand des Kosovokrieges, dem ersten europäischen Krieg seit dem 2. Weltkrieg, in dem Bodentruppeneinsatz diskutiert wurde und stattfand. Kriechen erscheint als kriegstypische Fortbewegungsart, durch die Menschen ihre kulturelle Haltung der Vertikalen verlassen. Das Kriechen der Frau. Krieg. Eine der populärsten und mächtigsten Waffen ist die mediale, die hier in Form einer Kamera frontal auf die Performerin gerichtet ist, während der gesamten Kriechzeit. Die medialisierte Art und Weise der Kriegsführung gilt als effektivste- weltweit.

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* 2h11min. DVD Pal, Farbe, Berlin 1998