[ciao bella]

„Regierungsprojekt Ciao Bella!“
Video- und Soundinstallation
Italienische Botschaft Berlin
2004

©Ciao Bella!

Parlamentarische Auseinandersetzung zwischen einem deutschen und italienischen Abgeordneten Anfang Juni 2003 eskalierten zur Aussage eines italienischen Staatsministers, die Deutschen seien „einförmige, blonde Supernationalisten“, die alljährlich „lärmend über unsere Strände herfallen“. Daraufhin sagte Bundeskanzler Schröder seinen alljährlichen Italienurlaub ab. Die Kluft zwischen Italien und Deutschland vertiefte sich in diesem Sommer politisch mehr und mehr.

Nun mussten Bürger her, die- als „Neuer Deutsche Weg“- als Botschafter des Volkes diese Kluft zu schließen versuchten. Zwei von ihnen waren Patricia Hoeppe und RPBrinkman. Sie reisen als „turisti tedeschi“ eine Woche lang mit Stil, Anmut und Galanterie durch Italien, in einer Art, die cosmopolit, europäisch und deshalb auch deutsch ist, um den Respekt und die Liebe der Deutschen gegenüber Italien auszudrücken. Zu den Stil-und Klassekriterien gehörte z.B. die klassische Kleiderordnung, die Bekanntmachung des Projektes in der italienischen Öffentlichkeit durch die Verteilung von Flugblättern sowie die Bereitschaft freundlicher Kontaktaufnahme zu Einheimischen und einen Reisebericht zu erstellen, um ihn anschließend der Bundesrepublik Deutschland zur Verfügung zu stellen.

In ihrem filmischen Reisebericht zeigten sie als Botschafter des Volkes in der italienischen Botschaft Berlin eingeladenen italienischen und deutschen Abgeordneten, deutschen und italienischen Bürgern, dass Italien für die Deutschen ein Land der ganz großen Kultur, unzähliger ausgefeilter Stile und der vollen Lebensfreude ist.

 

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*„Regierungsprojekt Ciao Bella!“, Italienische Botschaft Berlin, 2004