[paar-zerstrahlung]

Partizipative Videoinstallation
LUX
Berlin, 1999

©paar-zerstrahlung


die annihilation des bildes durch sein gegenbild  – das auflösen von bewegung durch gegenbewegung –
a-körperlichkeit durch verschattung von licht

Personen bewegen sich in ihrer Auslassungsprojektion auf immer wiederkehrende Art und Weise. Es sind Alltagsbewegungen. Warten. Umsichblicken. Sich zurückdrehen. Auf die Uhr schauen. Warten. Die Bewegungsabläufe werden entweder gehalten oder aber ständig aufgelöst und neu gebildet.

Betritt der Zuschauer das Geschehen wird aus ihm ein Partizipant. Indem er die Videoprojektion betritt, löscht er die Lichtprojektionen mit seiner Körperlichkeit aus. Er wird sich selbst zum Positiv-Negativpaar.

Diese Installation thematisiert  den Dualismus zwischen projiziertem Bild und körperlicher Realität, zwischen Immateriellen und Körperlichkeit. Dem Partizipant kommt eine aktive, doppelwertige Rolle zu, indem er durch seinen körperlichen Eintritt in Videoinstallation die Lichtprojektion verschattet, das visuelle Geschehen also auslöscht und doch, in der Art interaktiver Environments, dadurch das Werk erst entstehen lässt.